Animal Team Fachtagung - Wissen Kompakt

Dozent

Datum
03. März - 04. März 2018
Zeitplan
9:00 - 17:15
Veranstaltungsort
Technologiezentrum Schwerte
Kosten
Mit Hund: nicht möglich
Ohne Hund: 245.00
2 Tage - 8 Themen mit Ute Blaschke Berthold, Immanuel Birmelin, Stefan Kirchhoff und Maria Hense

 

 

 

 

 

 

 

Wir freuen uns sehr darüber, unsere erste Animal Team Fachtagung in 2018 realisieren zu können. Diese Fortbildung ist von der ATN, IBH, Tierärztekammer Niederschsen  annerkannt.

Die Inhalte der einzelnen Themen sind weiter unten zu finden.

 

 

Die Inhalte:

Dr. Ute Blaschke - Berthold:

Hunde im Scanner

Im Zeitalter der bildgebenden Verfahren werden Vorgänge im Gehirn für uns Menschen sichtbar, greifbar und begreifbar. Hunde werden zunehmend für solche Untersuchungen eingesetzt: Sie sind leicht trainierbar und teilen seit Tausenden von Jahren die physikalische und soziale Umwelt des Menschen. Sie sind damit die perfekten Kandidaten, um viele Fragen aus dem Bereich der Kognitionsforschung zu bearbeiten. Wir werden uns im Rahmen des Vortrags mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
Welche Erkenntnisse sind zu erwarten?
Welche Erkenntnisse werden publiziert?
Welche Erkenntnisse werden „vermarktet“, ohne publiziert worden zu sein?
Methodenkritik und Tierschutz
Beispielhaft ausgewählte Studien illustrieren die Inhalte dieses Vortrages.

 


 

Dr. Immanuel Birmelin:

Das Zusammenspiel von Kognition Persönlichkeit und Mensch- Tier Beziehung

Jeder Hundehalter weiß, dass Hunde denken, Probleme lösen und Gefühle besitzen, und dass ihr eigener Hund eine Persönlichkeit ist. Das ist nicht besonders überraschend. Überraschend sind die erstaunlichen Leistungen die unsere Vierbeiner vollbringen. Katzen z.B. können im mathematischen Sinne zählen Hunde haben eine Vorstellung von einem Werkzeug und beide Tierarten sind in der Lage einen Spiegel als Werkzeug zu benutzen und Hunde trauern sogar beim Verlust eines Weggefährten. In diesem Seminar werden wir  kognitive Fähigkeiten  von Hunden selbst testen indem wir Versuche mit unserem Vierbeiner durchführen und gleichzeitig filmen und auswerten. Sie sind Zeuge wie schwer eine Auswertung in manchen Fällen ist. Ich entführe Sie in die Werkstatt eines Verhaltensforschers.

Aber wie gut ein Tier ein Problem löst hängt von seiner Persönlichkeit ab. Genetik und Umwelt  bestimmen die Persönlichkeit eines Organismus.

Wir gehen der Frage nach wie entwickelt sich die Persönlichkeit?  Verändert ein Hund im Laufe seines Lebens seine Persönlichkeit?  Gibt es Demenz und Alzheimererkrankung bei Hunden.

Sowohl die kognitiven Fähigkeiten als auch die Entwicklung der Persönlichkeit sind von der Mensch– Hund Beziehung abhängig. Im Seminar klären wir wie Bindung zwischen zwei Individuen entsteht und fragen uns was in den Köpfen der beiden Individuen während des Bindungsprozesses entsteht. Wir machen einen kleinen Exkurs in die Neurobiologie.

Untermauert wird der Vortrag durch viele kurze Filmbeispiele damit Sie mit eigenen Augen am Verhalten der Tiere teilnehmen und zu Ihrem Spaß und Abwechslung.


Dr. Ute Blaschke - Berthold:

Hunde in der Forschung - Was bringen uns Studien und wie müssen sie gelesen werden?

Hunde rücken zunehmend in den Fokus verschiedener Fachrichtungen innerhalb der Naturwissenschaft. Ausserhalb des Wissenschaftsbetriebes zeigt eine breite Öffentlichkeit großes Interesse; viele Schlagzeilen zum Thema Hund belegen dies. Das Interesse an Forschungsergebnissen ist zu begrüßen, treibt manchmal aber auch seltsame Blüten. Eine  Auswirkung ist z.B. das Interesse des Hundehalters an Forschungsergebnissen. Fragen nach Studien zu zum Teil sehr speziellen Themen sind beinahe an der Tagesordnung. Hinter diesen Fragen stehen nicht immer nur Neugier und Interesse, sondern das Bedürfnis nach Munition in kontrovers geführte Diskussionen. Diese werden dann mit Informationen aus Überschriften von Veröffentlichungen, Abstracts, Zusammenfassungen und - ganz schlecht - Teasern aus der allgemeinen Presse befeuert. Auf diese Weise werden falsche Informationen und Rückschlüsse verbreitet. Der Vortrag gibt für den interessierten Hundehalter einen Überblick über den Umgang mit wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Von der Primärquelle über Blogs bis zum Teaser - Zuverlässigkeit von Quellen einschätzen lernen
Woraus muss ich achten, wenn ich eine Studie lese?
Relevante Beispiele zum Thema Hund illustrieren die Hierarchie der Zuverlässigkeit

 


 

Dr. Ute Blaschke - Berthold:

"Hilfe, mein Hund hat ADHS"

Menschen fühlen sich wohl, wenn sie  Beobachtungen ihnen bekannten Mustern, Schlagworten und Etiketten zuordnen können. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Hundehalter der Überzeugung sind, ihr aktiver, kaum zu trainierender Hund leide unter  Aufmerksamkeitsmangel und Hyperaktivität. Doch ganz so einfach ist es nicht, denn hinter kurzen Aufmerksamkeitsspannen und motorischer Unruhe können verschiedene Ursachen stecken. Welche Ursachen sind das im Detail und wie hängen sie mit den verschiedenen Hundetypen zusammen? Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es? Gibt es ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung) und ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hperaktivitätsstörung)  bei Hunden, woran könnte man sie erkennen und wie unterscheiden sich die Behandlungsmaßnahmen?
Diese spannenden Fragen werden im Vortrag beleuchtet und auf aktuellem Stand beantwortet.

 


Stefan Kirchhoff:

"Streuner und ihre typischen Verhaltensweisen"

 

In diesem Vortrag werden die typischen Verhaltensweisen und Verhaltensprobleme von Auslandshunden und ihre möglichen Ursachen vorgestellt. Um den Ursprung dieser Verhaltensweisen besser zu verstehen, werden die verschiedenen Haltungsformen der Besitzerhunde und die Lebensumstände der besitzerlosen Straßenhunde gezeigt.  Anhand dieses Wissens ist es leicht verständlich warum es zu Haltungsproblemen, wie zum Beispiel Unsicherheit,  Leinenaggression, mangelnde Bindungsbereitschaft bzw. zu hohe Selbstständigkeit, Verlassensängste, hohe jagdliche Disposition etc. kommen kann.

 


Maria Hense:

Die Gefühlswelt der positiven Psychologie - und deren (Aus)Wirkung auf den Hund

 

 

Die Positive Psychologie richtet den Blick auf die Stärken des Hundes (oder des Menschen). Mit ihrer Hilfe werden diese Stärken ausgebaut, so dass Problemverhaltensweisen geringer werden können.  Warum funktioniert das? Welche Vorgänge stecken dahinter – auf Gefühlsebene und auf der Ebene der Stoffwechsel in Gehirn und Körper?  Wenn wir verstehen, was im Hund vorgeht, dann können wir diese günstigen Prozesse gezielter nutzen.

 

 


Dr. Ute Blaschke - Berthold:

"Psychische Störungen: Zwangsstörung, Spielsucht, Stereotypien und Selbsverletzendes Verhalten?"

Zwangsstörungen und Stereotypien sind Kategorien exzessiven Verhaltens. Hunde können - wie alle anderen Tiere in menschlicher Obhut auch - eine Vielzahl dieser Verhaltensweisen entwickeln. Auf der einen Seite handelt es sich eindeutig um Verhaltensstörungen, auf der anderen Seite haben sie aber auch eine Funktion als Anpassungsstrategie. Wie sehr leiden die Tiere unter ihren Strategien? Wie wirken Umweltfaktoren, Gesundheitszustand und Hundetyp bei der Entwicklung von Zwangsstörungen und Stereotypien zusammen? Wo haben verschiedene Hundetypen ihre „wunden Punkte“? Auf aktuellem Wissenstand wird der Rahmen für Prophylaxe und Behandlung vorgestellt.

 


 


Diese Fortbildung ist von der ATN und der Tierärztekammer Niederschsen und Schleswig Holstein annerkannt.            

   

Termine

03. März - 04. März 2018
Mit Hund: nicht möglich
Ohne Hund: 245.00

Samstag - 3.03.18 / 9:30 - 18:15 Uhr

Sonntag - 04.03.18/ 9:00 - 17:15 Uhr

 

 

MoDiMiDoFrSaSo
9:30 - 18:15 9:00 - 17:15
Noch sind Plätze Frei

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