Fallverstehen - (nicht nur) für schwierige Fälle

Dozent

Datum
19. November - 20. November 2022
Zeitplan
09:30 - 17:00
Veranstaltungsort
Technologiezentrum Schwerte
Kosten
Mit Hund: nicht möglich
Ohne Hund: 230.00
Wissenschaftliches Wissen & Erfahrungswissen für komplexe Fälle integrieren


Eine anerkannte Fortbildung von ATN, IBH und den Tierärztekammern Niedersachsen, Schleswig-Holstein

Wissenschaftliches Wissen & Erfahrungswissen für komplexe Fälle integrieren

Ein professioneller Klärungshilfe- und Entwicklungsansatz

Lernen und Therapie mit Hunden ist ein sich rasch professionalisierendes Arbeitsfeld. Eine Folge daraus ist, dass wir immer mehr Erkenntnisse aus unterschiedlichen Wissenschaftsfeldern in unsere Arbeit integrieren. Wo vor Jahrzehnten noch vorwiegend Erfahrungswissen aus dem Hundetraining und einige verhaltensbiologische Erkenntnisse die Beratungsgrundlage bildeten, gilt es heute unter anderem


• eine Vielzahl von lern- und emotionspsychologischen Phänomenen,
• Wissen zur korrekten Vorbereitung, Anwendung und Wirkung verhaltenstherapeutischer
Vorgehensweisen,
• umfassendes Wissen und praktische Fähigkeiten zur Angewandten Verhaltensanalyse,
• tiermedizinische Informationen,
• ernährungsphysiologische Erkenntnisse und
• allgemeinpsychologische Phänomene im Blick zu behalten.
Aber nicht nur die Komplexität unserer Wissens- und Handlungsgrundlage nimmt deutlich zu,
auch die Komplexität der Problemlagen unserer Hunde steigt mit der Zunahme an
„Auslandshunden“ und Vierbeinern aus ungünstigen Zuchtbedingungen. Praktisch zeigt sich dies aktuell in der Zunahme von Hunden in der Beratung bei denen meist
parallel Phänomene wie


• Defizite in der Sozialisation auf Menschen und in der Umweltgewöhnung an alltägliche
Gegebenheiten des neuen Lebensumfelds,
• vielfältige Ängste,
• Probleme mit der Verstärkbarkeit und Gegenkonditionierung mittels Futter,
• unangenehme Empfindungen bei menschlicher Zuwendung,
• Schreckhaftigkeit,
• Aufregungsneigung und
• Erinnerungsprobleme bestehen.


Je komplexer nun einerseits das Fachwissen und je facettenreicher andererseits die Problemlagen werden, um so schwieriger wird es, praktisch eine Veränderungsenwicklung für die Hunde und ihre Menschen zu starten und den Entwicklungsprozess in Gang zu halten.
In diesem Seminar zum Thema Fallverstehen beschäftigen wir uns mit einer Herangehensweise, die aus dem Umfeld therapeutischer Professionen stammt. Wir kümmern uns dabei um die folgenden Fragen - immer mit dem Blick auf das praktische Lernen mit den Hunden:


• Wie finde ich in komplexen Fällen die ersten Ansatzpunkte, mit denen ich mit der praktischen Arbeit beginnen kann?
• In welcher Reihenfolge sollte ich bestehende Problemaspekte des Hundes aufgreifen?
• Wie entscheide ich mit meiner Kund:in, wie viele Punkte zugleich bearbeitet werden sollten?
• Wie sehr sollte das alltägliche Lernen mit dem Hund sich um Probleme drehen?
• Wie helfen mir Entwicklungsziele und Kompetenzziele beim praktischen Lernen mit dem
Hund?
• Wie kann ich damit umgehen, wenn eine abschließende Prognose nicht möglich ist, das
Ergebnis des Lernens also für die Kund:innen nicht eindeutig ist?
• Wie entscheide ich mich zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen und
Ansätzen?
• Wie entscheide ich mich zwischen Erfahrungswissen und wissenschaftlichem Wissen? Wie
kann ich beides professionell integrieren?


In diesem Seminar nehmen wir nicht die eher seltenen Extremfälle in den Blick, vielmehr
fokussieren wir uns darauf, dass in letzter Zeit eine ganze Gruppe „schwieriger Fälle“ zum Alltag der Beratung geworden ist. Ein professionelles Fallverstehen stellt dabei eine konkrete
Möglichkeit dar, bei allem theoretischen Wissen und allen Problemaspekten nicht den Überblick zu verlieren und den praktischen Veränderungsprozess in Gang zu bringen und zu begleiten.

 Jeder Teilnehmer erhält ein Skript oder Handout und eine Teilnehmerbestätigung.

 

 

Referent:  Dirk

ist als Tierpsychologe (ATN) mit seinem Unternehmen „menschplushund“ seit 15 Jahren im Osnabrücker Land angesiedelt. Dort arbeitete er zunächst vorwiegend mit Assistenzhundehaltern und inzwischen in der Hauptsache mit:

·         Familienhundhalter*innen,

·         Therapeut*innen und Pädagog*innen, die Tiergestützte Interventionen betreiben und Hundetrainer*innen, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder im Bereich Angewandter Verhaltensanalyse, Verhaltenstherapie oder Neuropsychologie fortbilden.

Er ist zudem Pflegewissenschaftler, hat das humanmedizinische Grundstudium absolviert und die Genehmigung zur Ausübung der Psychotherapie bei Menschen erlangt. Bei der Tierärztekammer Niedersachsen ist er Mitglied der Prüfungskommission für die Zertifizierung von Hundetrainern und arbeitet als Gutachter für Veterinärdienste bei der Überprüfung von Hundetrainer*innen nach §11. Er engagiert sich darüber hinaus im Vorsitz des Qualitätsnetzwerks für Schulbegleithunde, ist anerkannter Dozent des Qualitätsnetzwerks und des IBH e.V.

Inhaltlich beschäftigt er sich vor allem mit den Auswirkungen neuropsychologischer und lernpsychologischer Erkenntnisse auf das praktische Lernen mit Hunden und die Praxis verhaltenstherapeutischen Arbeitens bei Hunden.

Termine

19. November - 20. November 2022
Mit Hund: nicht möglich
Ohne Hund: 230.00
MoDiMiDoFrSaSo
09:30 - 17:0009:30 - 17:00
Noch sind Plätze Frei

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